Migration und Flucht: Globale Zukunftsthemen, die auch die Kirchen herausfordern

Migration und Flucht sind Themen, die alle drei Partnerkirchen beschäftigen. Sie sind globale gesellschaftliche und politische Herausforderungen in der ghanaischen ebenso wie in der koreanischen und der deutschen Politik und Gesellschaft.

Verschiedene Faktoren – Armut, bewaffnete Konflikte und auch der Klimawandel – führen zu Flucht von Menschen aus ihrer Heimat. Migrant*innen erhalten, wenn überhaupt, häufig nur ein geringes Maß an sozialer Fürsorge und werden auf ihrem Fluchtweg Opfer von Ausbeutung und Menschenhandel. Die Kirchen sind immer stärker in ihrer Arbeit für Geflüchtete und Migrant*innen gefordert.

Ziel unserer aktuellen trilateralen Begegnung ist es, die Teilnehmenden hinsichtlich der Situation Geflüchteter und Migrant*innen zu sensibilisieren, den Blick auf die globalen und regionalen Ursachen für Flucht und Migration zu ermöglichen und zu erleichtern und Anreize für eine intensivere Auseinandersetzung jedes und jeder Einzelnen mit geflüchteten Menschen, ihren Schicksalen und den Lebensbedingungen in den beteiligten Ländern zu schaffen. Dies soll auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Situation von geflüchteten Menschen nachhaltig zu verbessern.

Die Teilnehmenden sind aufgefordert, ihre Erfahrungen als Multiplikator*innen in ihren Heimatländern zu teilen – auch und gerade mit anderen, die sich gleichfalls etwa in der Flüchtlingsarbeit engagieren.

Im Verlauf der achttägigen Begegnungsreise sollen die Themen zum einen in Workshops und Bibelarbeiten, zum anderen durch Vor-Ort-Besuche in Einrichtungen bearbeitet und vertieft werden, die sich in der Arbeit für Geflüchtete und Migrant*innen engagieren. Experten geben Inputs zu den einzelnen Themen. Auch weltliche und insbesondere politische Repräsentanten sind eingeladen, ihre Sicht auf die Dinge einzubringen. Thematisch geht es dabei um die gegenwärtige Situation von Migrant*innen und Geflüchteten in den drei beteiligten Ländern. Bibelarbeiten, Gebete und Gottesdienste sollen neben dem praktischen auch einen tieferen theologischen Zugang zu den Themenbereichen geben.

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren die beiden Workshops in Ghana und Deutschland erfolgreich zu Ende gegangen sind, beschließt der nun kommende von 4. bis 12. Juni im südkoreanischen Gwangju diesen Trialog. Thematischer Schwerpunkt dieser Begegnung ist dabei die Situation speziell von Frauen und Familien, die von Migration und Flucht betroffen sind. Besonders betrachten die Teilnehmenden dabei die Themen Heiratsmigration, Familienzusammenführung und gemischtkulturelle Familien.

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