Was bisher geschah #1

Zusammenfassung des ersten Trialog-Workshops von 29. März bis 3. April 2018 zu Gast bei der Presbyterian Church of Ghana in Accra/Ghana

„Wir haben unseren Workshop als einen wertvollen Ort ökumenischen Lernens und ökumenischer Praxis erlebt. Während der Begegnung erwarben die Teilnehmenden ein tieferes Verständnis für die Ursachen von Migration und Flucht, die besonderen Bedürfnisse von Migrant*innen, Aus- und Nachwirkungen von Fluchterfahrungen und damit verbundene Herausforderungen. Mit Respekt haben wie die verschiedenen Bemühungen unserer Kirchen wahrgenommen, die Situation von Migrant*innen und Geflüchteten in den entsprechenden Ländern zu verbessern.

Aus historischer und biblischer Perspektive sehen wir Migration als einen bereichernden Prozess für die Entwicklung unserer Gesellschaften und unserer Kirchen. Von Beginn an, waren Christentum und Migration eng miteinander verknüpft. Unser Workshop brachte uns auch zum Nachdenken über das Thema „Mission“ im aktuellen Zusammenhang mit Flucht und Migration. Es wurde deutlich, dass die beteiligten Kirchen dabei ihrer eigenen Agenda folgen und aus ihren spezifischen Situationen Visionen für dieses wichtige Thema entwickeln.

Migrant*innen – und insbesondere Geflüchtete – sind in vielerlei Hinsicht verwundbar: Unsere Kirchen sind dazu aufgerufen, auf diese besonderen Bedrohungen zu reagieren. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die Kirchen eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, an einer Gesellschaft zu arbeiten, die sich in Gerechtigkeit und Mitgeschöpflichkeit an den Bedürfnissen aller Menschen orientiert. Wir empfehlen, all diejenigen zu ermutigen und zu unterstützen, die sich für den Schutz von Migrant*innen und allen anderen entwurzelten Mitmenschen einsetzen.

Als ökumenische Partner*innen bekennen wir uns dazu, unsere Vorhaben mit Bibelarbeiten, Gottesdiensten und gemeinsamen Gebeten zu stärken und zu konkretisieren, um damit auch eine tiefere theologische Auseinandersetzung in unseren Kirchen zu erreichen. Dazu gehört es auch, neue Modelle der Zusammenarbeit mit Migrant*innen-Gemeinden in unseren Ländern zu entwickeln.

Wir müssen lernen, wie wir eine nachhaltige Willkommenskultur etablieren – nicht nur, wenn Flüchtlinge in unseren Ländern ankommen, sondern auch im alltäglichen Leben unserer Kirchen und Gemeinden. Außerdem fordern wir unsere Kirchen dazu auf, Geflüchteten und Migrant*innen großzügig Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen und sie in Themen einzubeziehen, die mit Migration zu tun haben.

Der globale Charakter des Themas „Migration und Flucht“ efordert eine intensivere und engere Zusammenarbeit zwischen den Kirchen. Daher empfehlen wir, die Praxis des trilateralen Austauschs auszuweiten.“

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